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Wie geht es jetzt weiter?

Mit dem Budget. Es bleibt spannend. Der Ministerratsbeschluss ist nach wie vor für 30. November geplant, bis dahin sollten Änderungen möglich sein. Seit dem ersten Verkünden des Entwurfs haben sich ja doch schon ein paar Dinge getan.

Auf den ersten Blick für uns am schmerzhaftesten ist wohl die Kürzung der Familienbeihilfe, auch wenn es jetzt doch ein Jahr Gnadenfrist geben soll für die, die eine BHS oder Präsenz-/Zivildienst hinter sich haben.
Ist die Kürzung verfassungswürdig? Manche behaupten, ja – etwa diverse Religionsvertreter. Andere wiederum meinen nein, unter anderem Verfassungsjurist Funk:
derstandard.at: Familienbeihilfe bis 24: Jurist Funk sieht Verfassungsschutz gewahrt

Fix ist es jedenfalls noch nicht. Es scheint zurzeit unmöglich, definitive Informationen zu bekommen oder auch nur einen offizielle Abschätzung, wessen Meinung wie ausschlaggebend ist. Reden lassen können sie ja jeden.

Ex-Minister Androsch startet ein Bildungsvolksbegehren, die Abstimmung darüber soll aber erst im Mai erfolgen.
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Warum man sich wehren sollte? Weil es hilft!

Erfolg für Studenten

Für 8000 Studierende heißt es: Kompensation der Familienbeihilfe bei Stipendienbezug. Zumindest für diese 8000 Studierende hat es sich gelohnt zu mobilisieren, zu organisieren, zu informieren und auf die Straße zu gehen!

 

Bildung versus Ausbildung – oder: Auf eigenen Beinen stehen.

Leitkommentar

Denken braucht Zeit. Doch Zeit… ist Mangelware geworden (Künstlerische Pause)

Ein kurzer Synapsenkollaps der Logik bringt mich auf eine seltsame Idee… ein rundum Sorglospacket der Bildung. Warum nicht genau so machen wie bei einem Einkauf beim Billa? Ein Studienplan mit… mal sehen – 30 dag Mathematik, 10 dag Wirtschaft und dann noch…  140 dag Fachwissen. Nicht zuviel, aber doch genug. Kaufbar. Eintauschbar. Und das dann noch in einer vorgegebenen Zeit mit Jobgarantie. Traumhaft! – He, da gibt es doch seit diesem… Bolgona Dingsbums sogar Fachbegriffe dafür, oder? Jajajaja… habs gleich – employability, ECTS – System und so. Klasse.

Bildung kann man nicht kaufen. Ausbildung? Vielleicht. Weiterlesen »

Letzte Woche, erste Hälfte

Wer war noch heiser letzten Mittwoch? Wer war dabei beim Aktionstag vor jetzt genau einer Woche und hat auf der Demo die altbekannten Parolen mitgebrüllt?

UNSER TRAKTOR und UNSERE BLASMUSIK und diese unglaublichen Menschenmassen – hauptsächlich Studierende, aber schon auch einiges an wissenschaftlichem Personal und Mitglieder diverser Gremien – haben die Protestaktion zu einem tollen Erlebnis gemacht. Aber warum haben wir das gemacht, was hat es gebracht, und was passiert jetzt?

In vielen Berichten zu den Protesten wird es so dargestellt, als ob wiederholt würde, was schon vor einem Jahr geschehen ist. Dieselben Sprüche, dieselben „linken Chaoten und Berufsdemonstranten“ (wer diverse Kommentare zu den Artikeln in Online-Medien liest, stößt da auf interessante, in Blödheit und Voreingenommenheit unbegrenzte Ergüsse) und schon wieder Audimax-Besetzung.

Es gibt aber ein paar Unterschiede zu letztem Jahr. Diesmal war die Vollversammlung vom Rektorat einberufen. Es gab viel regeren Zulauf auf der Boku. Und auch die Gründe für die Demo – wogegen wir protestiert haben – haben sich entwickelt: Es stehen drastische Budgetkürzungen ins Haus. Darum gings also:

http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/601457/index.do?from=simarchiv

Gegen Kürzungen, für mehr Geld.

Die Rektoren haben im Mai einen Termin bei den Herren Kanzlern verlangt und sollen nun am 22. November – NACH dem Ende der Budgetverhandlungen – einen bekommen. Ja, so verfährt wohl jeder unhöfliche Mensch mit jemandem, der eh nichts Wichtiges macht und der einem eigentlich egal ist. Weiterlesen »

Ein Sommer wie damals…

Sommerloch? Ja, ein wenig. Das Thema „Bildung“ und „Finanzierung der Unis“  hat dem flauen Sommer leider nur halbherzig getrotzt:

mehr Studienanfänger wie im Vorjahr
derStandard
diePresse

Bitte um Überdenken der Sparpläne
derStandard
diePresse

Zwei Drittel der ÖsterreicherInnen für Studiengebühren
diePresse

Universitätsabgabe für Absolventen
diePresse

Beatrix Karls Ansprache – Bildung ist soziale Frage
derStandard

Angebot: Feedback zur Studieneignung
derStandard
diePresse

Dringliche Anfrage im Nationalrat zur Situation der Universitäten
derStandard
diePresse

Ein Sommer wie damals…

…wer wird da nicht wehmütig – einlullende Musik, eine intakte Familie spielt sich am Bach und… hach ja… alles gut. Damals war alles besser, schöner. Sogar die Zukunft. Damals. So versucht uns nicht nur die Fernsewerbung zu suggerieren, was so nicht ganz stimmt(e). Auch die Quasi-Stagnation in der Bildungsdiskussion und die letzten Erinnerungen an die Sonne im Gesicht täuschen doch sehr darüber hinweg, in welchem Ausmaß es wirklich unter der Oberfläche brodelt bzw. es brodeln sollte.

Wieder kommen einem die von Kinheitstagen weg antrainierten, typisch österreichischen Gefühle und Gedanken trotz angedrohter Schreckensszenarien entgegen: „Alles guat. Sorg di net, des wird scho! Es is noch immer irgendwie gangen, mach da mal jetzt kan Kopf! Es is net guat, oba schlecht… najo… schlecht is a net, oda? Also – alles guat.“

Guten Morgen liebe Studierende! Ist wirklich alles gut? In einer Zeit wo uns sogar die Wissenschaftsministerin selbst mit der Schließung von Universitäten droht? Wo Rektoren ernsthaft vom Einstellen des Lehr- und Forschungsbetriebs sprechen? Wir haben in den letzten Artikeln unseres Blogs mehrfach mit Argumenten untermauert, dass es mit dem Umgang und der Stellung von Bildung in unserem Land alles andere als gut steht. Das Zukunftsthema wird weiterhin schlichtweg ignoriert. Es ist ja auch Wahlkampf, da hat man schon andere Sorgen.

Es steht uns ein heißer Herbst bevor. Es liegt nicht zuletzt an uns Studierenden, für das einzutreten und einzustehen, was uns nicht nur zustehen, sondern was für die Zukunft unseres Landes und der Gesellschaft mit am wichtigsten sein muss: Bildung.

Du willst deinen Beitrag leisten und weißt nicht wie? Die ÖH-Boku hilft dir, deinen Platz zu finden.

Die ÖH–Boku setzt sich für deine Interessen und die Bildung in diesem Land ein, damit es mit deiner Hilfe heißen kann:

Ein Sommer wie damals? – Nicht mit uns! Universitäts-Vollversammlung der BOKU am 19.Oktober.

Aufnahmeprüfungen? Ja gerne! oder: Bildung Backstage

Die letzten Wochen ging es ja hoch her im Bildungssektor.
Verschiedenste Artikel zu diversen Pressemeldungen wurden auf dem ÖH – Boku Facebook Account gepostet.

Ausschnitte des Geschehens im Kurzdurchlauf:

Bundesministerin Karl will Studierende weg von Massenfächern bringen

Rektorenchef will Ja zu Studiengebühren

BOKU befürchtet radikalste einschnitte und bangt um Liquidität

Der Bericht des Hochschuldialoges wurde präsentiert

Die neue Mittelschule wurde diskutiert

Rektoren steigen wegen Sparkurs auf die Barrikaden

Die Bundes ÖH droht mit neuen Protesten

Mysteriöse Erhebung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung gelangte an die Öffentlichkeit

Befragung: 81% der ÖsterreicherInnen für Zugangsbeschränkungen

WU – konzentriert sich auf „Leistungswillige“

Zeit, kurz inne zu halten… zu reflektieren und darüber nachzudenken, was denn hier passiert ist. Man könnte über jeden der oben genannten Punkte in aller Ausführlichkeit diskutieren. Doch wollen wir unseren Blick nun einmal auf ein Gesamtbild der Situation richten… Weiterlesen »

Bildung bringt mehr Lebensqualität

Zwei interessante Studien kursieren dieser Tage in den Medien. Die eine beschäftigt sich mit den Wünschen und Wahrnehmungen der österreichischen Bevölkerung (gemeinnützige Stiftung für Zukunftsfragen), die andere mit der Hochschullandschaft in Europa (Zentrum für Hochschulentwicklung CHE).

Die Outcomes der ersten Studie: Bildung ist für die ÖsterreicherInnen mit 73% ein wesentlicher Faktor für Lebensqualität. 63% sagen: „Wir brauchen ganz neue Bildungseinrichtungen, die unabhängig von der Arbeit sind, uns ein Leben lang begleiten und bei der Weiterqualifikation beraten.“ Nach Meinung des Bildungsexperten Reinhard von der deutschen Stiftung für Zukunftsfragen zahlt sich Investition in Bildung doppelt aus: Neben beruflicher Qualifikation mache sie die Gesellschaft vor allem zukunftsfähig. In Österreich brauche es einen positiven Paradigmenwechsel: Weg von der klassischen Berufsausbildung, die meist nur zur Erfüllung des Qualifikationsbedarfs in der Wirtschaft dient,  hin zur einer weiterführenden, lebensbegleitenden Bildung. Informelle Bildung werde in Zukunft wichtiger als formelle.

Lebensqualität durch Bildung, ein schöner Ansatz, der Eliten vermutlich ein Dorn im Auge sein wird. Die Herausforderungen, mit der sich die Menschen konfrontiert sehen, sind ein gesellschaftliches, systemisches Problem, das von allen verstanden und mitgestaltet werden muss. Die Universitäten sind verpflichtet, sich den Herausforderungen zu stellen; die Politik muss dazu beitragen, die Rahmenbedingungen zu schaffen. Was zählt, ist der Output, nicht Status oder Befindlichkeiten von EntscheidungsträgerInnen. Studienpläne müssen mehr sein als reine Qualifikationsprofile für die Wirtschaft. Auch Qualifikationsprofile – aber nicht nur. Die gesamtgesellschaftlichen Vorzüge lebenslangen Lernens und die Notwendigkeit, dafür Geld in die Weiterlesen »

Rektoren wollen alleine an Bologna – Umsetzung arbeiten

Das Wissenschaftsministerium und die Rektorenkonferenz streiten wieder einmal um Kompetenzen. Die Wissenschaftsministerin Beatrix Karl will unter Androhung von gesetzlichen Druckmitteln die Oberhand über die Umsetzung des Bologna – Prozesses gewinnen.

An und für sich durchaus verständlich, denn was Bologna wirklich ist bzw. sein soll scheint noch nicht in alle Universitäten durchgedrungen zu sein. Studierendenzentriertheit nur mal so als Schlagwort.
Es stellt sich jedoch die Frage, ob das Ministerium selbst über die richtigen Ansätze verfügt, wie dies in der LVA BOKULOGNA schon diskutiert wurde.
Hinschaun, informieren, diskutieren, mitgestalten!

Aktuelle Links:

derStandard

Massiver Schaden für Wissensstandort Österreich

Die zum Teil prekären Betreuungsverhältnisse im österreichischen Hochschulsektor sollen – wenn es nach der derzeitigen Politik in Österreich geht – nochmals verschärft werden. Die Rektorenkonferenz warnt, dass in naher Zukunft bis zu 3000 Stellen bei der Lehre eingespart werden müssen. Die de facto – Kürzung des Universitätsbudgets ab 2014 bewegt nun sogar das Staatsoberhaupt Heinz Fischer zu einer deutlichen Warnung an die derzeitige Regierung: Ich bin der Überzeugung, dass im Sektor Wissenschaft und Forschung unbedingt Investitionen notwendig sind, um die Grundlage für  Wachstum zu legen“.

Es darf gefragt werden, wo die EntscheidungsträgerInnen in unserem Land gerade hinsehen. In die Zukunft auf jeden Fall nicht. Wir müssen vernünftig mit monetären Mitteln umgehen – stimmt! Vernünftig. Vorausschauend. Nachhaltig. Jetzt in dieser wirtschaftlich herausfordernden Zeit genau an dem einzigen „Rohstoff“ den Österreich besitzt – nämlich Wissen und Kreativität – zu sparen, ist rational in keiner Weise nachvollziehbar. Aber das war die Überlegung über den Austritt vom CERN ja auch schon nicht… Weiterlesen »

Rektorenchef für Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren

Rektorenchef Hans Sünkel äußert sich im Interview mit der Zeitung Die Presse zur derzeitigen Lage des Hochschulsystems, vor allem der Universitäten.
Sünkel fordert, dass FHs und Pädagogische Hochschulen einen freien Zugang zu ihren Studien gewähren sollen. Universitäten sollen  hingegen den elitären Charakter bekommen, der ihnen zustünde. Studiengebühren könne er sich im Ausmaß von bis zu 1815 Euro vorstellen, sozial bedürftige und leistungsbereite Studenten sollen jedoch gefördert werden. Er sei stolz sagen zu können, dass seine Universität (TU Graz) zu einem drittel fremdfinanziert sei. Ein wahres Loblied auf die offenen, freien Universitäten!

Aktuelle Artikel:

diePresse
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